Schweizer Netzinfrastruktur braucht erstklassige Fachkräfte

30. September 2015

    Am 24. September 2015 traf sich im Hotel Bellevue Palace in Bern die Schweizer Netzinfrastrukturbranche zu einem aktiven Austausch. Thema des Abends, der vom Schweizer Netzinfrastrukturverband Sniv initiiert wurde, lautete: "Die Zukunft der vernetzten Schweiz – Herausforderungen für Wirtschaft und Politik". 

    Anlässlich seiner Rede zeigte Heinz Herren, CIO/CTO und Konzernleitungsmitglied von Swisscom, auf, dass die zukünftigen Netze der Schweiz dem Nutzer noch viel mehr bieten müssen als heute. Die Kunden wollen Zugang zum Netz – jederzeit und überall, und das in einer hohen Betriebsstabilität und -qualität. Vor allem aber werden sich zukünftig viel mehr Geräte vernetzen. Dies wiederum führt zu einer enorm hohen Steigerung der Datenraten, die künftig durch die Netze fliessen sollen. So wird davon ausgegangen, dass in den Netztechnologien die Komplexität für die Mitarbeitenden weiter steigt. Darum ist die stetige Ausbildung und Weiterentwicklung der Fachkräfte Voraussetzung, um den Ausbau sowie den stabilen Betrieb zukünftiger Netze zu garantieren.

    Erstklassige Ausbildung für die Netzinfrastruktur
    Am folgenden hochkarätigen Podiumsgespräch stellten sich Hans Grunder, Nationalrat BDP und Unternehmer, Heinz Herren, CIO/CTO und Konzernleitungsmitglied von Swisscom, Adrian Bult, VR-Präsident von Swissgrid, und Hans-Peter Legler, Präsident des Sniv, Unternehmer und Ständeratskandidat im Kanton Glarus, den Fragen von Moderatorin Olivia Kühni und dem Publikum.

    Dabei zeigte sich, dass Politik und Wirtschaft grundsätzlich am gleichen Strang ziehen, was die Netzinfrastruktur der Schweiz und die Ausbildung der jeweiligen Fachkräfte angeht. Natürlich müssten vor allem die Bewilligungsverfahren kürzer werden, damit nicht zu lange Unsicherheit bei der Planung herrscht. So zeigte Adrian Bult von Swissgrid exemplarisch auf, dass er Verfahren kenne, die seit 30 (sic!) Jahren hängig sind. So kommt natürlich die Infrastruktur in der Schweiz nicht in Schwung, hier ist die Politik gefordert.

    Hans-Peter Legler, der Präsident des Sniv – Schweizer Netzinfrastrukturverband, zeigte sich auf dem Podium erfreut, dass seitens Politik und Unternehmen der Bedarf an einer fundierten Ausbildung zum Bau, Unterhalt und Erneuerung der Netzinfrastruktur erkannt wurde. Nur so kann dem Fachkräftemangel, der noch viel akuter werden dürfte, entgegengetreten werden. Mit dem Sniv setzt er nun alles daran, das Berufsbild des Netzelektrikers "Telekommunikation" weiter zu stärken. Damit wird die Basis für einen attraktiven und zukunftsfähigen Beruf geschaffen, in dem junge Leute beruflich sowie schulisch Karriere machen können und Ausbildungen bis Fachhochschulniveau möglich sind.

    Als Präsident des Sniv – Schweizer Netzinfrastrukturverband könnte Hans-Peter Legler diese Anliegen künftig auch im Ständerat vertreten. Er hat sich entschieden, im Kanton Glarus, wo er in Niederurnen wohnhaft ist, als unabhängiger Kandidat zu kandidieren.

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