Supercomputer hilft im Kampf gegen das Coronavirus

Supercomputer hilft im Kampf gegen das Coronavirus Bild: Pixabay

    Die Helio AG an kündigte heute an, ihren verteilten Supercomputer jenen Forschungseinrichtungen, Laboratorien und allen anderen, die rechenintensive Applikationen im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie einsetzen, kostenlos zur Verfügung zu stellen.

    Fachleute in der ganzen Welt arbeiten mit Hochdruck daran, das Coronavirus besser zu verstehen und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Dabei wird die Hilfe von Hochleistungsrechnern immer wichtiger. Diese Computer können beispielsweise innerhalb von kurzer Zeit eine Vielzahl von Varianten für eine chemische Komposition erstellen, testen und wieder verwerfen und gegebenenfalls Empfehlungen für neue Experimente errechnen. Je mehr Varianten dabei synthetisiert und getestet werden können, desto besser. Daher ist es von zentraler Bedeutung, wie viel Rechenleistung für solche Experimente zur Verfügung steht, insbesondere wenn es wie beim Coronavirus schnell gehen muss.

    Helio ist ein junges Technologie-Startup aus Zürich. Das Unternehmen vermittelt grosse Rechenaufgaben und verfügbare Serverkapazitäten in Rechenzentren vollautomatisch mit Hilfe von Software und Algorithmen. Diese Algorithmen sorgen unter anderem dafür, dass Berechnungen, welche am dringendsten Leistung benötigen, Vorrang erhalten. Für Helio sind das derzeit eindeutig die Rechenaufgaben von Forschern und Medizinern, die an Lösungen rund um COVID-19 forschen. Sie erhalten deshalb ab sofort unbegrenzte Rechenleistung und zwar kostenlos und mit Vorrang. Forscher, die Zugang zu grossen Mengen an Rechenleistung brauchen, können ab sofort auf Helio’s Server-Netzwerk kostenlos zugreifen. Aktuell laufen bereits Forschungsprojekte wie Folding@Home und weitere im Kampf gegen das Virus auf der Helio-Infrastruktur.

    Kevin Häfeli, CEO von Helio, sagt dazu: “Das Virus hat die Schweiz früh und hart getroffen. Natürlich haben wir uns gefragt, was wir tun können, sowohl als Menschen als auch als Unternehmer. Wir konnten bereits Erfahrung in der Arbeit mit Forschungseinrichtungen sammeln und wissen, wie schwierig es für diese ist, kurzfristig an Rechenleistung zu kommen. Daher haben wir uns entschieden, unser Server-Netzwerk zu öffnen und der Forschung umgehend zur Verfügung zu stellen. Ausserdem haben wir unsere Bemühungen verstärkt, möglichst schnell weitere Rechenzentren anzuschliessen und zur Teilnahme an unserem Hilfsprogramm zu motivieren.”

    Christoph Buchli, CTO von Helio, sagt dazu: “Aktuell kämpfen viele Anbieter digitaler Services mit dem kurzfristigen Belastungsanstieg, der durch weit verbreitetes Arbeiten von zu Hause aus entsteht. Dabei bleibt oft keine Zeit, daran zu denken, was all die Server in der Nacht machen. Genau aus diesem Grund haben wir eine zentrale Plattform aufgebaut, die es ganz einfach ermöglicht, überschüssige Kapazität für andere Zwecke einzusetzen. Und nun haben wir die Chance, dank dieser von uns geschaffenen Technologie am Kampf gegen die COVID-19-Pandemie teilzunehmen, obwohl wir keine Medizin- und Biologieexperten sind. Wir hoffen, es hilft!”

    Helio arbeitet bereits seit Beginn des Jahres daran, mehr und mehr Data Center in ihr Netzwerk aufzunehmen. Betreiber wie Syseleven in Berlin oder OpsOne in Zürich sind bereits angebunden und stellen Teile Ihrer Infrastruktur zur Verfügung. Helio ruft Rechenzentren in der Schweiz und in Europa auf, bei der Spendenaktion mitmachen und freie Rechenleistung bereitzustellen. Auch Forscher, die dringend Rechenleistung benötigen, können sich kurzfristig melden: helio.exchange

    Das gesamte Helio-Team steht zur Verfügung, um Forschern und Rechenzentren dabei zu helfen, sich an das Netzwerk anzuschliessen.

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