IBM und Cisco planen verteiltes Quantencomputing

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Infrastruktur
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IBM und Cisco arbeiten an einer gemeinsamen Architektur für verteiltes Quantencomputing, das grosse fehlertolerante Systeme über sichere Netze verbinden soll.

IBM und Cisco wollen die Grundlagen für Quantencomputer schaffen, die nicht einzeln arbeiten, sondern als verteiltes System über sichere Quantennetzwerke verbunden sind. IBM bringt Erfahrung beim Bau grosser, fehlertoleranter Quantencomputer ein, Cisco seine Technologie für Quantennetzwerke. Gemeinsam untersuchen sie, wie sich diese Systeme über die bestehende IBM Roadmap hinaus skalieren lassen und welche technischen Hürden ein Quantencomputing Internet noch bremsen. Als Ziel nennen beide Unternehmen den Anfang der 2030er Jahre. In den kommenden fünf Jahren soll ein erster Proof of Concept entstehen, der zeigt, wie mehrere grosse Quantencomputer über ein KI gestütztes und stark gesichertes digitales Netzwerk zusammenspielen können. Die Vision sind Systeme, die gemeinsam Berechnungen im Bereich von Zehntausenden bis Hunderttausenden von Qubits und potenziell Billionen von Quantengattern ausführen können. Solche Fähigkeiten wären entscheidend für Anwendungen wie komplexe Materialentwicklung, Medikamentendesign oder sehr grosse Optimierungsprobleme. Jay Gambetta von IBM betont, dass das Unternehmen noch vor Ende dieses Jahrzehnts grosse fehlertolerante Quantencomputer bereitstellen will. Mit Cisco werde nun erforscht, wie mehrere dieser Systeme zu einem verteilten Netzwerk verbunden werden können, um die Rechenleistung weiter zu skalieren. Auch Cisco sieht die Verbindung mehrerer Systeme als zentralen Schritt. Laut Vijoy Pandey braucht es neben grossen Maschinen auch die passende Vernetzung, Software und Intelligenz im Netzwerk, um verteilte Quantenberechnungen überhaupt möglich zu machen. (aso)

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