Der Bund will die Sicherheit der Schweizer Telekomnetze verschärfen. Swiss Fibre Net und Swiss FibreCo verlangen dabei Regeln, die den Glasfaserausbau nicht ausbremsen.
Auslöser ist die Teilrevision des Fernmeldegesetzes. Die beiden Unternehmen haben dazu ihre Stellungnahme eingereicht. Mehr Sicherheit unterstützen sie grundsätzlich, doch die neuen Vorgaben sollen aus ihrer Sicht nicht alle Netzbetreiber über einen Kamm scheren. Swiss Fibre Net verbindet lokale Glasfasernetze zu einem offenen nationalen Netz mit rund einer Million Nutzungseinheiten. Die Tochter Swiss FibreCo baut und betreibt regionale FTTH-Netze. Der Knackpunkt: Wer nur Glasfasern oder Rohre betreibt, soll nicht dieselben Pflichten erfüllen müssen wie Betreiber aktiver Telekomnetze. Sonst drohen höhere Kosten und weniger Tempo beim Ausbau. Auch bestehende Infrastruktur soll einfacher gemeinsam genutzt werden können. Gleichzeitig wollen beide Unternehmen den Abschied von der Kupfertechnologie vorantreiben. Beim Breitbandfördergesetz unterstützen Swiss Fibre Net und Swiss FibreCo gezielte Hilfen für schlecht erschlossene Regionen. Der Förderstart soll aber schneller kommen und die Regeln möglichst einfach bleiben. CEO Andreas Waber setzt auf eine Lösung mit Bund, Kantonen und Gemeinden. Mehr Sicherheit ja, aber ohne den Glasfaserausbau mit unnötigen Auflagen zu bremsen. (aso)