Glasfaser-Ausbau: Schweiz unter EU-Durchschnitt

Bild: Pixabay

Infrastruktur
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Die Glasfaserabdeckung in der Schweiz steigt weiter, bleibt aber unter dem EU-Durchschnitt. Vor allem ausserhalb der Städte bestehen weiterhin deutliche Lücken.

2025 hat die Schweiz beim Ausbau weiter zugelegt. Laut FTTH Council Europe sind 72 % der Haushalte (Basis 4,1 Mio.) erschlossen. Bezieht man alle 5,5 Mio. Wohnungen und Geschäftsstandorte ein, ergibt sich eine Abdeckung von 54 %. Im europäischen Vergleich bleibt die Schweiz damit zurück. Der EU39-Durchschnitt liegt bei 79 %, auch bei der Nutzung zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Take-up-Rate beträgt 51 % gegenüber 54 % in Europa, die Penetration liegt bei 37 % gegenüber 43 %. Der leichte Rückgang der Nutzungsrate gegenüber 2024 ist vor allem auf den schnellen Ausbau zurückzuführen, da viele neue Anschlüsse noch nicht aktiv genutzt werden. Gleichzeitig bauen auch andere Länder weiter aus. Grossbritannien erreicht rund 80 % Abdeckung, Deutschland 56 %. Die Schweiz rückt näher an den Durchschnitt, bleibt aber darunter. Der Ausbaubedarf bleibt insbesondere in ländlichen Regionen hoch, während geplante Fördermassnahmen des Bundes erst ab 2028 greifen sollen. "Die neuesten Zahlen zur Glasfaserabdeckung in der Schweiz sind eine gute Botschaft, v.a im Vergleich zu den europäischen Nachbarn haben wir aufgeholt. Aber bei 54% Abdeckung von Wohnungen und Geschäften sind immer noch viele Gebiete (v.a ländliche) nicht mit Glasfasern versorgt, hier gibt es in den nächsten Jahren noch Handlungsbedarf. Eine starker und intakter Infrastrukturwettbewerb ist die Grundlage dazu.", so Andreas Waber, CEO der Swiss Fibre Net. Glasfaser gilt als energieeffizienter, da im Netz weniger aktive Technik betrieben werden muss. Für die Branche ist das ein zusätzliches Argument, den Ausbau weiter voranzutreiben. (aso)

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