EU sucht Rechenpower für KI

Bild: 123rf/it business

Infrastruktur
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Europa will bei KI nicht länger nur zuschauen. Bis zu sieben Gigafactories sollen grosse Modelle trainieren und die Abhängigkeit von US-Clouds senken.

Die EU startet das Bietverfahren für bis zu sieben KI-Gigafactories. Hinter dem sperrigen Begriff stecken grosse Rechenzentren für Training, Feintuning und Betrieb leistungsfähiger KI-Modelle. Dafür werden 10 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln mobilisiert. Mit privaten Investitionen soll das Paket auf mehr als 30 Milliarden Euro anwachsen. Das Ziel ist klar: Europa braucht mehr eigene KI-Infrastruktur, wenn es im Rennen mit den USA und China nicht weiter zurückfallen will. Die Rechenleistung soll nicht nur grossen Konzernen dienen. Auch Startups, Mittelstand, Forschung und öffentlicher Sektor sollen Zugang bekommen. Damit geht es nicht nur um Technologie, sondern auch um digitale Souveränität. Koordiniert wird das Verfahren über das EuroHPC Joint Undertaking. Bewerben können sich Konsortien aus Technologieanbietern, Cloud-Anbietern, öffentlichen Stellen und Investoren. Angebote können bis zum 12. November eingereicht werden. Die Auswahl ist für Anfang 2027 geplant, die ersten Anlagen sollen danach innerhalb von 18 Monaten betriebsbereit sein. (lfa)

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