Die EU will bis 2030 ein Netz von 10'000 klimaneutralen Edge-Knoten aufbauen, um Daten lokal zu verarbeiten, Energie zu sparen und digitale Souveränität zu stärken.
Diese kleinen Rechenzentren sollen Daten direkt vor Ort verarbeiten und so Energieverbrauch und Latenzzeiten senken. Das Vorhaben ist Teil der Strategie Digital Decade 2030, mit der die EU eine sichere, nachhaltige und unabhängige digitale Infrastruktur aufbauen will. Bis Ende des Jahrzehnts sollen zudem 75 Prozent der europäischen Unternehmen Cloud-, Edge- oder Big-Data-Technologien nutzen. Damit will Brüssel die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Eigenständigkeit Europas sichern, unabhängig von globalen Cloud-Anbietern. Edge-Knoten bringen Rechenleistung näher an Nutzer und Geräte. Das beschleunigt Anwendungen in Industrie, Mobilität, Forschung oder Gesundheitswesen und stärkt gleichzeitig Datenschutz und Ausfallsicherheit, da Daten regional verarbeitet werden. Noch ist der Ausbau am Anfang: Laut EU-Kommission sind derzeit rund 1800 Edge-Knoten in Betrieb. Der Fortschritt wird jährlich im Bericht State of the Digital Decade überprüft, der den Stand der Digitalisierung in allen Mitgliedstaaten dokumentiert. (aso)