Veränderungsprojekt? Nicht ohne Emotionen!

Dr. Dirk Franssens, Principal Consultant bei elaboratum. Bild: elaboratum

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Digitalisierung und Dynamik der VUCA-Welt machen auch vor der Versicherungsbranche keinen Halt. Dementsprechend führt kein Weg an einer Transformation vorbei, soll die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleiben.

Die Erfahrung lehrt: Viele Transformationsprojekte scheitern, weil die Mitarbeitenden im Prozess nicht ausreichend involviert sind. Die Wissenschaft zeigt: Bei Change-Projekten, in denen der Mensch im Zentrum steht, sind es vor allem die unbewussten Verhaltensweisen und Emotionen, die den Erfolg des Transformationsprozesses beeinflussen. Denn Veränderungen lösen Emotionen und Gefühle wie Angst und Ärger aus. Die Bedeutung und Komplexität der emotionalen Seite im Change wird von Entscheider und -innen häufig unterschätzt. Wie aber lässt sich der Mensch mit seinen Bedürfnissen konzeptionell in Veränderungsprojekte integrieren? Grundsätzlich gilt: Wenn Veränderung nachhaltig bleiben soll, muss sie bei der inneren Haltung der Mitarbeitenden beginnen. Denn 90 Prozent des Erfolgs von Veränderungsprojekten hängt von der unbewussten Beziehungsebene ab. Es gilt, das Wissen um die unbewussten Verhaltensweisen, – die sogenannte Behavior Patterns – zu nutzen, um die Komplexität der unterschiedlichen Bedürfnisse und Emotionen im Change zu reduzieren. Ein konkretes Beispiel: Der sogenannte „Labor Love Effect“ erklärt verhaltenspsychologisch, dass Menschen Dinge mehr mögen, zu denen sie selbst beigetragen haben bzw. Aufwand investiert haben. In Change-Projekten kann dieses Behavior Pattern genutzt werden, indem etwa die Change-Roadmap gemeinsam erarbeitet wird. Rationale Erklärungen reichen nicht aus, um Veränderungsprojekte erfolgreich realisieren zu können. Emotionen und unbewusste Verhaltensmuster – in der Vergangenheit oft als störend empfunden – dagegen sind ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Methodisch genutzt führen sie zur gewünschten Zielerreichung. Die Methode heisst „PsyChange“. Sie basiert auf einer Kombination aus klassischen Change-Ansätzen und verhaltenspsychologischen Mustern. Die notwendigen Veränderungsprozesse in der Versicherungsbranche können damit erfolgreich und nachhaltig gestaltet werden.

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