29'400 Studierende kehren an die UZH zurück

Knapp 29'400 Studierende sind für das Herbstsemester 2021 an der UZH eingeschrieben.
Bild: KEYSTONE-SDA/Ennio Leanza

Aus- & Weiterbildung
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Nach drei Online-Semestern in Folge findet die Lehre an der Universität Zürich erstmals wieder weitgehend in Präsenz statt. Knapp 29'400 Studierende haben sich für das Herbstsemester 2021 eingeschrieben – 750 Personen mehr als im Vorjahr. Wesentliche Veränderungen erwarten die Studierenden insbesondere in den Rechtswissenschaften und in der Veterinärmedizin.

Am kommenden Montag beginnt an der Universität Zürich das Herbstsemester 2021. Knapp 29'400 Personen haben sich für einen Bachelor- oder Masterstudiengang, ein Doktorat, ein Lehrdiplom oder einen Master of Advanced Studies (MAS) eingeschrieben. Dies sind gemäss provisorischen Zahlen 2,6 Prozent bzw. 750 Studierende mehr als im Vorjahr. «Ich freue ich mich sehr, dass das neue Herbstsemester für die Studierenden wieder in Präsenz stattfinden kann, wenn auch mit gewissen Auflagen wie der Zertifikationspflicht», sagt UZH-Rektor Michael Schaepman. «Oberste Priorität ist, dass alle ihr Studium an der UZH absolvieren können und auch Studierende ohne Zertifikat eine angemessene Alternative zum Präsenzunterricht erhalten», betont Schaepman.

Mehr Masterstudierende, leicht wachsender Frauen- und Ausländeranteil

Den aktuellsten Zahlen zufolge geht der Anstieg auf das starke Wachstum bei den Masterstudierenden um 12,2 Prozent auf 7'595 Studierende zurück (2020: 6'769). Praktisch unverändert sind die Anzahl Bachelorstudierende mit 14'810 (2020: 14'778) und die Anzahl Doktorierende mit 5'630 Personen (2020: 5'625). 980 Studierende absolvieren ein MAS und 385 das Studium zum Lehrdiplom. Leicht gestiegen gegenüber dem Vorjahr ist der Frauenanteil von 58,7 Prozent (2020: 58,3 Prozent) sowie der Anteil an Ausländerinnen und Ausländer von 21,7 Prozent (2020: 20,6 Prozent). Zu den Nationalitäten, die am häufigsten vertreten sind, zählen Deutschland, Italien, China, Österreich, die Russische Föderation und Liechtenstein. Mit 10'780 Studierenden sind am meisten Personen an der Philosophischen Fakultät immatrikuliert, gefolgt von der Mathematisch-naturwissenschaftlichen mit 5'070, der Wirtschaftswissenschaftlichen mit 4'490 sowie der Medizinischen Fakultät mit 4'070 Studierenden. An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät haben sich 3'880, an der Vetsuisse-Fakultät 775 und an der Theologischen Fakultät 335 Studierende eingeschrieben. Die Studiengänge mit dem höchsten Anstieg an Studierenden sind Rechtswissenschaft, Informatik, Biomedizin, Sprachwissenschaft, Finance sowie Management and Economics.

Master als Regelabschluss in den Rechtswissenschaften

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der UZH hat weitreichende Änderungen im Studiengang vorgenommen. Da die meisten Studierenden wegen der Anwaltsprüfung ohnehin den Master absolvieren, wird das Masterstudium neu zum Regelabschluss. Bachelor- und Masterstudiengang sind wieder verstärkt als Einheit konzipiert. Neu gibt es neben dem regulären Studiengang «Master of Law», der zu einem Drittel Pflichtfächer enthält, ein vollständig englischsprachiges Masterprogramm «International and Comparative Law». Ziel der Studienreform ist mehr Tiefgang und Vernetzung sowie weniger Masse.

Veterinärmedizinstudium dauert ein Semester länger

Grosse Änderungen stehen auch an der Vetsuisse-Fakultät bevor: Ab dem ersten Bachelor- und dem ersten Masterjahr wird ein neues Curriculum eingeführt. Mit der Reform verlängert sich das Veterinär­medizinstudium um ein auf insgesamt elf Semester. Die Rotationen in den letzten eineinhalb, vorwiegend klinischen Studienjahren wurden neu aufgebaut. Künftig ist für alle Masterstudierenden ein individueller Ablauf durch die Kliniken, Abteilungen und Institute vorgesehen, mit ausreichender Zeit für die Masterarbeit.

Neue Studienprogramme in den Wirtschaftswissenschaften

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät hat auf Masterstufe vier neue Studienprogramme: Einerseits der Major «Artificial Intelligence», in dem Studierende Grundlagen und Kompetenzen in Deep Learning, Maschinellem Lernen, Big-Data-Analytik und weiteren Aspekten der künstlichen Intelligenz erlernen. Andererseits bereichern drei neue Minors – «Marketing», «Sports Management» und «Sustainable Finance» – das Studienangebot der Fakultät.

Schwerpunktmässige Schärfung des Medizinstudiums

Das Profil des Medizinstudiums an der UZH wird durch vier Schwerpunkte in den ersten vier Studienjahren geschärft: Digitalisierung, Forschung, Vernetzung und Grundversorgung. Damit sollen digitale und Wissenschaftskompetenzen gestärkt, vernetztes Denken und interprofessionelles Arbeiten gefördert sowie die ambulante und stationäre Primärversorgung und die nicht-kurative Medizin vermehrt betont werden. Die Schwerpunkte werden einerseits in den Vorlesungen, Themenblöcken und im Mantelstudium verankert, und anderseits wird pro Studienjahr zu jedem Schwerpunkt eine Fokuswoche angeboten.