Digitale Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

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Der ICT- und Digitalisierungsbranche wird zugetraut, dass sie hilft, Energie- und Klimakrisen zu bewältigen. Es gibt zahlreiche Ansätze – von der Infrastruktur über vielfältige Use Cases bis hin zur Rechenschaftslegung gegenüber dem Kunden und dem Markt.

Peter Lenz
Peter Lenz, Managing Director, T-Systems Alpine, Schweiz und Österreich

Energiekrise hier. Klimakrise dort. Angesichts vielschichtiger geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen droht das Thema Nachhaltigkeit in den Hintergrund zu rücken. Denn Energie wird jetzt teuer, Investitionen in Klimaschutz zahlen sich hingegen erst langfristig aus. Vielleicht braucht es aber diesen ökonomischen Zwang, um mehr Energieeffizienz einerseits und eine Reduktion des Energieverbrauchs andererseits in jeder Branche und jedem Unternehmen zu verankern? Für die ICT-Branche ist dies eine grosse Chance. Denn viele Experten trauen ihr zu, einen massgeblichen Beitrag zu einer klimafreundlicheren und energetisch verantwortlicheren Welt beizutragen. Zwar belastet auch die ICT-Industrie die Umwelt. Den etwa drei bis vier Prozent Anteil am globalen Kohlendioxid-Ausstoss steht gemäss Experten jedoch ein CO₂-Einsparungspotenzial von 15 bis 20 Prozent gegenüber, das die Branche durch ökologische Eigenleistungen, aber mehr noch durch digitale Innovation in anderen Branchen beitragen kann. Die Möglichkeiten sind dabei sehr vielfältig.

Am eigenen Rechenzentrum ansetzen

Ein modernes Rechenzentrum mit einem PUE-Wert von 1.3 und darunter gilt heutzutage als vorbildlich. Geforscht wird nun an Datacentern, die idealerweise gar keine Energie mehr aus dem öffentlichen Stromnetz beziehen, sondern sich durch CO₂-neutrale Energie selbst versorgen. T-Systems prüft in seinem Rechenzentrum im deutschen Biere fast 100 Technologien und Einzelmassnahmen, wie der CO₂-Abdruck weiter gesenkt werden kann, darunter innovative Kühltechniken wie Verdunstung und Freiluft, erneuerbare Energien wie Fotovoltaik und Windkraft, Wärmenachnutzung und effizientere Technologien. Auch die Konsolidierung von vielen kleinen Rechenzentren an einen grossen Standort steigert die energetische Wirksamkeit.

Outsourcing gleich Nachhaltigkeit

Unternehmen, die ihre IT noch inhouse verwalten, können erste Schritte in Richtung mehr Nachhaltigkeit gehen, indem sie IT-Prozesse auslagern. Umso mehr Unternehmen ihre IT zu einem Provider verschieben, desto mehr teilen sie sich stromintensive Ressourcen, die beim Einsatz von Big Data, Internet der Dinge oder Industrie 4.0 erforderlich werden. In puncto Flexibilität bei der Ausbalancierung der Workloads, einer besseren Serverauslastung und laufender Investitionen in moderne Infrastrukturen sind die professionellen Anbieter weit voraus und somit nachhaltiger, als es ein Inhouse-Betrieb je sein kann.

Smartness für mehr Nachhaltigkeit von der Landwirtschaft bis zur produzierenden Industrie

Das perfekte Zusammenspiel von Cloud, IoT und Blockchain schafft nachhaltige Use Cases in vielen Branchen. Es sorgt für Transparenz über Produktions- und Lieferketten und macht intelligentere und Effizienz-basierte Entscheide möglich. IoT im Lieferkettenmanagement ermöglicht es etwa, Daten für eine bessere Bestandsverwaltung landwirtschaftlicher Produkte, deren Transport und allfällige Reaktionen auf Zwischenfälle zu erheben. Temperatursensoren können die Durchgängigkeit der Kühlkette überwachen und die Informationen nachvollziehbar und unverfälscht auf der Blockchain speichern. Das Ziel: weniger Food Waste und damit mehr Nachhaltigkeit. In der Industrie ist predictive Maintenance als Nachhaltigkeitsinstrument fast ein «alter Hut». Im Zuge der Corona-Reisebeschränkungen rückte nun vor allem die Remote-Wartung von Industriemaschinen und -anlagen mittels Virtual- und Augmented-Reality-Szenarien in den Fokus. Per Hololens werden die Servicemitarbeitenden in die Vor-Ort-Situation eingebunden, sodass sich klimaschädliche Anreisen massiv reduzieren lassen. Die Liste an Use Cases lässt sich von Smart Farming und Smart Manufacturing über Smart Building, Smart Energy oder Smart Logistics bis hin zu Smart Everything beliebig fortsetzen.

Messbarkeit und Rechenschaftslegung als begleitende Massnahmen

Das erhöhte Bewusstsein für den ökologischen Fussabdruck geht mit dem Anliegen einher, die Fortschritte nachweisbar zu machen. Es braucht Standards und Richtgrössen, um die CO₂-Emissionen von IT-Diensten transparenter abzubilden. Nicht nur, um eigene Klimaziele umzusetzen, sondern weil auch immer mehr Geschäftspartner diese Informationen einfordern, damit die Nachhaltigkeit ihrer gesamten Wertschöpfungskette beurteilbar wird. Anhand von web-basierten Dashboards können sämtliche Nachhaltigkeitskriterien erfasst, gemessen, verglichen und Optimierungspotenzial abgeleitet werden. So werden einheitliche und im Einklang mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen stehende Kennzahlen zur Nachhaltigkeit von Produkten und Dienstleistungen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.

T-Systems

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