Editorial IT business, 2/2015Wie ernst nehmen Sie Cyber-Risiken?

Verehrte Leserinnen und Leser

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und mit ihr auch die Risiken ständiger Cyberangriffe. Unweigerlich ist jeder von uns gezwungen, sich entsprechend darauf vorzubereiten und Schutzmassnahmen zu ergreifen.
Gerade Unternehmen stehen in der Pflicht, mitunter weil diese mit sensiblen Kundendaten arbeiten und sich ein grosses Portfolio angesammelt hat, welche vor Missbrauch und Diebstahl geschützt werden muss.
Nur die Angriffe sind mittlerweile so einfallsreich und perfide, dass man bei Unachtsamkeit sehr schnell in die Falle tappen kann. Da reichen mittlerweile gängige Antiviren- und Firewall-Programme längst nicht mehr aus. Die Sensibilisierung von Mitarbeitern und Anwendern ist gefragter denn je. Doch wie kann ich mich und meine Daten vor Cyber-Angriffen schützen und was kann ich tun, wenn ich schon mitten in einem Angriff drin stecke? Das sind Fragen, die uns in dieser Ausgabe beschäftigen und wir hoffentlich ab Seite 6 zum Thema Security beantworten können.
Zurzeit verspricht man sich sehr viel vom Einsatz künstlicher Intelligenz. Immer mehr ist von biometrischen Lösungen wie Fingerabdruck- oder Iriserkennung oder der eigenen Stimme die Rede. Doch leider sind diese einzigartigen und unverwechselbaren Merkmale eines jeden Menschen auch in den Fokus von Cyberkriminellen gerückt. Es ist ein Irrglaube, dass Geschäfte im Netz so sicherer werden, obwohl uns die Industrie was anderes erzählt. Pässe und Ausweise sind durch den Einsatz biometrischer Daten nicht besser geschützt, denn Cyberkriminelle haben die Datenbanken, wo diese Daten gespeichert sind, schon lange im Visier.
Mittlerweile erkennt auch der Staat, dass biometrische Daten kein Allheilmittel sind. Anfang Juli hat der Bundesrat den Entscheid gefällt, ein Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit aufzubauen, um die Prävention und Bekämpfung von Cyber-Risiken zu stärken. Dieser Entscheid ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Bund die Gefahren und Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft ernst nimmt.
Fakt ist: Biometrische Daten erleichtern den Identitätsdiebstahl. Man stelle sich vor, eine kriminelle Tat wird begangen und am Tatort Ihr Fingerabdruck platziert. Wie beweisen Sie, wie dieser dort hingeraten ist? Für das Opfer des Datendiebstahls kann das für den Rest seines Lebens Folgen haben. Heute sind bereits viele Millionen Menschen weltweit von biometrischem Datendiebstahl betroffen. Der kriminelle Handel mit ihnen im Dark Web ist das neue Geschäft der Cyber-Mafia. 
Sind es nur Sicherheitslücken oder ist es unmöglich, die Daten verlässlich zu schützen? Wer trägt die Verantwortung? Wissen Sie's? Ich hoffe Sie erhalten Antworten in dieser Ausgabe von IT business.

Herzlichst Ihre
Petra De Meo

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