Kryptowährungen im Fadenkreuz

Kryptowährungen im Fadenkreuz © Pixabay/MichaelWuensch

    ThreatMetrix, die Digital Identity Company, hat im 4. Quartal 2017 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres eine Zunahme der Anzahl von Cyberangriffen um 113 Prozent verzeichnet. Auch die Art der Attacken hat sich verändert.

    Der Cybercrime Report Q4 2017 zeigt, dass Marktplätze für Kryptowährungen, die den Handel mit der gesamten Palette digitaler Währungen erleichtern sollen, zahlreiche betrügerische Aktivitäten verzeichnen mussten. Die Welt der Kryptowährung hat sich von der Spielwiese der kriminellen Szene zu einem Hauptziel bei Angriffen auf legitime Transaktionen entwickelt.

    Zahlreiche neue Konten wurden mit Betrugsabsichten unter Verwendung gestohlener oder synthetisierter Identitäten angelegt. Diese Mule-Accounts, die nicht auf den eigentlichen Nutzer registriert sind, werden vor allem für die Geldwäsche eingesetzt. Weiterhin wurden legitime Konten gehackt, um betrügerische Zahlungen zu tätigen und Guthaben zu übertragen, wenn sie ihren höchsten Stand erreicht haben.

    "Betreiber von Marktplätzen für Kryptowährungen müssen die Überprüfung der Identitäten intensivieren, wenn neue Kunden ein Konto anlegen möchten. Nur so können sie eine Infiltration ihrer Handelsplattform durch Kriminelle verhindern“, sagte Vanita Pandey, Vice President of Product Marketing bei ThreatMetrix. "Auf Basis der Informationen aus dem ThreatMetrix Digital Identity Network kann deutlich besser zwischen ehrlichen und unehrlichen potenziellen Kunden unterschieden werden. So lassen sich betrügerische Aktivitäten auf einer Plattform sofort, schnell und nachhaltig reduzieren."

    Keine Liebesgrüsse aus Russland
    Für das 4. Quartel 2017 verzeichnet der Cybercrime Report zudem deutlich mehr Angriffe, die ihren Ursprung in Russland hatten, wobei sowohl automatisierte Bots als auch Tools für das Location Spoofing, die einen anderen Standort vortäuschen, zum Einsatz kamen. Erstmals nimmt Russland nun den ersten Platz in der Rangliste der Länder ein, in denen die Urheber von Angriffen zu suchen sind.

    In der Vorweihnachtszeit 2017 wurden an den wichtigsten Einkaufstagen bis zu zwei Millionen Bot-Attacken verzeichnet, die ihren Ursprung in Russland hatten. Als Ziel dieser wiederholten, immer raffinierter werdenden Angriffe dienten schwerpunktmässig die E-Commerce-Plattformen von führenden Einzelhändlern in den USA.

    Attacken auf E-Commerce-Plattformen: die dunkle Seite der Weihnachtszeit
    Die Zahl der Angriffe allein auf E-Commerce-Plattformen lag im 4. Quartal 2017 bei einem Wert, der 113 Prozent der im letzten Quartal ermittelten Gesamtzahl an Attacken über alle Branchen hinweg entspricht. Dies unterstreicht den Druck, unter dem der Einzelhandel in diesem Zeitraum steht. Annähernd 193 Millionen Transaktionen wurden als betrügerisch erkannt und abgelehnt, was gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres eine Steigerung um 173 Prozent bedeutet.

    In den letzten drei Monaten des Jahres 2017 wurden weltweit auch umfangreiche Bot-Aktivitäten festgestellt, an den Haupteinkaufstagen vor Weihnachten lag die Zahl bei mehr als 34 Millionen Angriffen. Zusätzlich verzeichnete ThreatMetrix im Laufe des Quartals rund 800 Millionen weitere Bot-Angriffe - von einfachen Kontenvalidierungsattacken bis hin zu komplexen Bots, die versuchen, legitimen Traffic der Kunden vorzutäuschen.

    Zum ThreatMetrix Cybercrime Report
    Der Cybercrime Report Q4 2017 von ThreatMetrix basiert auf den aktuell erfolgten Aktivitäten von Cyberkriminellen im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2017 und bezieht sich auf betrügerische Online-Zahlungen, Log-in-Versuche und Angriffe mit manipulierten Accounts, die durch die Echtzeitanalyse der Informationen aus dem ThreatMetrix Digital Identity Network erkannt und abgewehrt wurden.

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