Brexit beeinflusst IT-Entscheider

Brexit beeinflusst IT-Entscheider

    Interoute, globaler Cloud- und Netzwerkanbieter, hat die Ergebnisse einer neuen Umfrage vorgestellt. Diese zeigen, dass fast zwei Drittel (63%) der Unternehmen in Europa im kommenden Jahr starkes Wachstum erwarten. Trotz seiner noch unsicheren Zukunftsaussichten liegt Grossbritannien mit 61 Prozent dabei nur knapp hinter dem europäischen Durchschnitt.

    Da das politische Klima den Ländern und Unternehmen Chancen bietet, die mit den Veränderungen Schritt halten können, glauben durchschnittlich 70 Prozent der Befragten, dass der Ausstieg Grossbritanniens aus der EU auch eine Chance für ihr Unternehmen wäre. Bei der Befragung von über 800 europäischen IT-Entscheidern war Optimismus hinsichtlich Grossbritanniens Austritt aus der EU in Frankreich (83%) und Belgien (78%) am höchsten und am niedrigsten in Schweden (49%). Auch die Schweiz (74%) sieht die Situation noch zurversichtlich. Während die Prognose bezüglich des Brexits in Europa allgemein positiv war, erwarten 63 Prozent der IT-Führungskräfte, dass er letztlich zum Zerfall der EU führen könnte. In Deutschland (78%), Frankreich (70%) und Italien (66%) war diese Ansicht deutlich verbreiteter. Bei den Eidgenossen waren es 64 Prozent.

    Angesichts des sich verändernden politischen Klimas gaben 95 Prozent an, dass der Brexit ihre Entscheidungsprozesse beeinflusst hätte. Ausserdem sagten 96 Prozent, dass die aktuelle politische Unsicherheit in Europa im Allgemeinen (z.B. Aussenpolitik der USA und Russlands) ihre Entscheidungsfindung beeinflusst hätte. Da Unternehmen gezwungen sind, auf das sich ändernde Geschäftsumfeld zu reagieren, richtet der Grossteil der IT-Führungskräfte die Wahl ihrer Infrastruktur darauf aus, mehr Beweglichkeit zu gewährleisten. Insgesamt betreiben drei von fünf europäischen Unternehmen (61%) neue Projekte im Bereich digitale Transformation. Die Schweiz liegt dabei im Ländervergleich aber lediglich auf dem vorletzten Platz: Insgesamt 54 Prozent der IT-Entscheider investieren hierzulande in Technologie, die es ihnen erlaubt, kontinuierlich Neuerungen einzuführen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten.

    Darum planen Unternehmen Projekte zur Digitalisierung
    Als Hauptgründe für Digitalisierungsprojekte wurden Kostensenkungen durch die Optimierung von Betriebsabläufen (46%), eine Verbesserung der Benutzererfahrung bei den Mitarbeitern durch mehr Möglichkeiten zur mobilen Nutzung und zu Interaktion (44%) und eine Verbesserung der Kundenerfahrung (41%) angegeben. In der Schweiz steht der Aspekt zur Verbesserung der Benutzererfahrung bei den Mitarbeitern mit 53 Prozent an erster Stelle. Gleich danach folgt mit 47 Prozent die Globalisierung der digitalen Infrastruktur. Dies könnte auf den Wunsch hindeuten, die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern und so weltweit eine besonders gute Kundenerfahrung zu schaffen.

    Brexit als Chance
    Matthew Finnie, CTO von Interoute, sagt dazu: „Grossbritannien und das europäische Festland befinden sich in einer Zeit politischer Unsicherheit, die sich auf IT-Entscheider in allen Branchen auswirkt. Ehrgeizigere Unternehmen sehen diese Phase als eine Chance, durch die Investitionen in die richtige Technologie starkes Wachstum und eine verbesserte Erfahrung für Mitarbeiter und Kunden hervorzubringen. Veränderungen in der Aussenpolitik, der Brexit, sowie die neuen Bestimmungen der GDPR zwingen Unternehmen dazu, rechtliche, finanzielle und operative Aspekte ihres Geschäfts auf den Prüfstand zu stellen. Bei der digitalen Transformation geht es darum, ein Unternehmen zu schaffen, das flexibel genug ist, um auf Veränderungen im Markt und in der Weltpolitik zu reagieren. Unternehmen, die sicherstellen, dass die Grundlage ihrer digitalen Infrastruktur stimmt, werden sich definitiv in diesen unsicheren Zeiten besser bewähren.“

     

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