Kündigung: Die Kollegen müssen übernehmen

10. Januar 2017
Kündigung: Die Kollegen müssen übernehmen © Fractal Verlag/123rf.com

    Nach der Kündigung eines Mitarbeiters übernimmt in einem Viertel der Unternehmen der Chef die Aufgaben.

    Kündigt ein Mitarbeiter, stellt sich für den Vorgesetzten die Frage nach der Aufgabenverteilung. Mehr als die Hälfte (59 %) der Schweizer Finanzverantwortlichen versucht im ersten Schritt, intern sofortigen Ersatz zu finden. In der Zwischenzeit aber müssen die Kollegen die Aufgaben des scheidenden Angestellten übernehmen. Denn fast ebenso viele CFOs (52 %) verteilen die Arbeit zunächst an andere Teammitglieder. Dies ergab die aktuelle Arbeitsmarktstudie des spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half, für die 100 CFOs in der Schweiz befragt wurden.

    Um die Lücke nach der Kündigung eines Mitarbeiters zu schliessen, beginnen zudem 42 % der Finanzchefs extern mit der Suche nach einem neuen Mitarbeiter. Den scheidenden Mitarbeiter durch ein Gegenangebot vom Bleiben zu überzeugen, geben immerhin noch 24 % der CFOs als eine der ersten Massnahmen nach einer Kündigung an.


    „Die Lücke, die die Kündigung eines Mitarbeiters im Finanz- und Rechnungswesen reisst, sollte rasch geschlossen werden. Denn speziell wenn Jahres- oder Quartalsabschlüsse anstehen, stellen die zusätzlichen Aufgaben für die Teammitglieder eine grosse Belastung dar“, sagt Yeng Chow, Senior Manager bei Robert Half in Zürich. „Sowohl bei der externen als auch bei der internen Suche nach einem neuen Mitarbeiter sollten Personalverantwortliche aber noch einmal die Stellenbeschreibung auf Aktualität prüfen, da sich etwa aufgrund der Digitalisierung einige Anforderungen seit der letzten Stellenbesetzung verändert haben könnten.“

    Temporäre Mitarbeiter entlasten Finance-Teams
    Doch die Finanzverantwortlichen binden nicht nur ihre Mitarbeiter ein. Ein Viertel der CFOs (26 %) übernimmt selbst Aufgaben. Die Option, temporäre Mitarbeiter zur Entlastung des bestehenden Teams einzustellen, nutzen lediglich 22 % der Befragten. „Temporäre Mitarbeiter sind schnell verfügbar und bringen zudem oft zusätzliches Know-how ein,“ so Yeng Chow. „Sie entlasten die Stammbelegschaft bei derlei Arbeitsspitzen und helfen so, Motivationseinbussen oder sogar überlastungsbedingte Krankenstände zu vermeiden.“

    Die von Robert Half entwickelte Arbeitsmarktstudie wird jährlich in sechzehn Ländern erhoben: Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Hongkong, Japan, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Schweiz, Schanghai, Singapur, Vereinigte Arabische Emirate. Die Befragung wurde im Dezember 2015/ Januar 2016 von einem internationalen, unabhängigen Meinungsforschungsinstitut weltweit unter 2.135 CFOs, davon 100 in der Schweiz, durchgeführt.

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