IT-Sicherheitsstudie: Security wird endlich Chefsache

09. Dezember 2016
IT-Sicherheitsstudie: Security wird endlich Chefsache © Fractal Verlag/123rf.com

    Eingefrorene Daten, Erpressung durch Ransomware, gestohlene Identitäten – die gegenwärtige Bedrohung durch Cyber-Kriminelle zwingt Unternehmen in der DACH-Region heute zum Handeln. So verwundert es nicht, dass IT-Sicherheit in Unternehmen zur strategischen Frage wird und gleichzeitig der Investitionsbedarf steigt.

    Dies ergab die von Cisco unterstützte «CISO Security Studie» von IDG Research Services, die unter rund 500 IT-Entscheidern in unterschiedlichen Positionen in der Schweiz, Deutschland und Österreich durchgeführt wurde.

    Ohne Investitionen keine IT-Sicherheit
    Der Studie zufolge verfolgen 84 Prozent der befragten Firmen einen strategischen Ansatz bei IT-Sicherheit, weitere 11 Prozent planen in den nächsten zwölf Monaten den Aufbau strategischer Security-Konzepte. Darin zeichnet sich eine engere Bindung an die Geschäftsführung ab. Denn Verantwortliche für Informationssicherheit sind in 48 Prozent der Firmen direkt dem Geschäftsführer unterstellt, bei kleinen Unternehmen sogar 93 Prozent.

    Damit Security-Strategien dabei langfristig Bestand haben, fordern knapp 80 Prozent der Befragten mehr Geld für IT-Security, 30 Prozent erachten eine Budgeterhöhung als unerlässlich. Aber nur rund 29 Prozent der Unternehmen werden in den nächsten zwölf Monaten sicher das Budget für IT-Security erhöhen – die übrigen zögern oder planen keine Erhöhung.

    Security braucht Dienstleister – und interne Kompetenzen
    Fehlende Investitionsbereitschaft ist ein ernstzunehmendes Risiko für den Aufbau einer nachhaltigen Security-Infrastruktur, ebenso wie fehlendes Sicherheits-Know-How im Unternehmen. Der Fachkräftemangel verlangt nach Lösungen – etwa in Form von beratenden IT-Dienstleistern. Dabei entscheidet die Unternehmensgrösse über Art und Umfang der eingekauften Dienstleistung. 80 Prozent der befragten Unternehmen geben an, externe IT-Dienstleister auf strategischer und personeller Ebene einzusetzen. Jedes vierte Unternehmen mit weniger als 10 Millionen Euro IT-Budget verzichtet dagegen auf externe Dienstleister und nimmt die Security-Infrastruktur selbst in die Hand.

    Insbesondere kleinere Unternehmen setzten auf den Aufbau internen Know-Hows. Dabei sehen die Befragten besonders bei der Erweiterung der personellen Ressourcen, dem Risikopotenzial durch eigene Mitarbeiter (jeweils 27%) sowie dem Fachkräftemangel im Markt (26%) Herausforderungen. Für ein Viertel der befragten Unternehmen sind daher die Aus- und Weiterbildung von Security-Mitarbeitern (25%) sowie der Kompetenzaufbau bei Sicherheits-Verantwortlichen (24%) entscheidende Investitionsfelder.

    Der Weg zur ganzheitlichen Security-Ansatz
    Bei technischen Vorkehrungen stehen Zugangs- und Rechtekontrollen sowie das Passwortmanagement an erster Stelle, 55 Prozent der Unternehmen setzen auf diese Massnahmen. Danach folgen die Enpoint-Kontrolle (54 Prozent) sowie ein besseres Daten-Backup-System (48 Prozent).

    «Zusätzlich zu diesen Einzelmassnahmen empfiehlt sich ein ganzheitlicher Sicherheitsansatz vom Netzwerk, über die Endpunkte bis hin zur Cloud», sagt Bremtane Moudjeb, Head of Cyber Security bei Cisco Schweiz. «Bei Cisco sind wir überzeugt, dass Sicherheit die Digitalisierung vorantreibt. IT-Security kann nur dann den bestmöglichen Schutz bieten, wenn Bedrohungen vor, während und nach einem Angriff umfassend beobachtet, schnellstmöglich erkannt und effektiv bearbeitet werden.»

    Informationen zur Studie
    Die CISO Security Studie wurde von IDG Research Services mit Unterstützung von Cisco durchgeführt sowie von Computerwoche und CIO herausgegeben. Insgesamt wurden 494 strategische Entscheider im C-Level-Bereich und in den Fachbereichen (LoBs), IT-Entscheider und IT-Spezialisten von Unternehmen in der DACH-Region befragt. Der Untersuchungszeitraum lief vom 11. August bis 19. September 2016.

     

    Soziale Netzwerke

     

    Fractal Verlag GmbH

      +41 61 683 88 76

      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!