So gelingt SAP-HANA-Migration mit GIA Informatik

08. Oktober 2018
Sekisui Alveo mit Sitz in Luzern entwickelt, produziert und verkauft Hochleistungspolyolefin-Schaumstoffe. Sekisui Alveo mit Sitz in Luzern entwickelt, produziert und verkauft Hochleistungspolyolefin-Schaumstoffe.

    In nur sechs Wochen bei minimaler Downtime: Erst vor Kurzem schloss die GIA Informatik AG bei der Sekisui Alveo AG ein Migrationsprojekt auf die In-Memory-Datenbank SAP HANA ab. Damit ist die Herstellerin von Hochleistungspolyolefin-Schaumstoffen bereit für den Ausbau auf die Business-Suite SAP S/4HANA.

    Innovation. Hohe Qualität. Kundenfokus. Basierend auf diesen Stärken ist Sekisui Alveo, mit Hauptsitz in Luzern, weltweit bekannt für die hochstehende Entwicklung und Produktion von Polyolefin-Schaumstoffen. «Die GIA Informatik AG stellt seit rund 15 Jahren den technologischen Betrieb unserer SAP-Systeme sicher», sagt Beat Schwegler, ICT-Verantwortlicher Sekisui Alveo AG. Erste Abklärungen bezüglich der In-Memory-Datenbank HANA fanden bereits 2015 statt. Es folgten längere Gesprächs- und Meeting-Phasen, da der ganze Konzern sich für die Zukunft aufstellte. 2017 entschied sich Sekisui Alveo für SAP HANA und eine neue Systemlandschaft. Treiber waren vor allem die Kosten der Datenbank und die gegenüber der bisherigen Oracle-Datenbank verbesserte Performance. Ausschlaggebend waren auch die Fiori-Apps für die Benutzeroberfläche und die spätere Erweiterungsmöglichkeit auf die Business-Suite SAP S/4HANA.

    BeatSchwegler ICT Verantwortlicher Sekisui Alveo

    «Gewisse Reports und Transaktionen dauerten früher ein paar Minuten – mit HANA laufen sie bis zu zehn Mal schneller.»

    «Durch viele Abklärungen und Tests meisterte GIA sämtliche Schritte vorbildlich.»

    Beat Schwegler, ICT-Verantwortlicher Sekisui Alveo AG

     

    Erfolgreiche Migration auf SAP HANA in sechs Wochen
    «Wir hatten immer eine gute Geschäftsbeziehung zu GIA. Sie ist kompetent und überzeugt durch zuverlässige Mitarbeitende, weshalb nie ein Wechsel im Raum stand», ergänzt Beat Schwegler. Ende 2017 beschaffte sein Unternehmen die notwendige Hardware direkt vom Lieferanten, worauf GIA die Migration durchführte. «Diese dauerte inklusive Planung lediglich sechs Wochen – von Anfang Mai bis Mitte Juni 2018 – über eine Reihe von mehrstufigen Systemlandschaften», sagt Roger Lussi, Service Manager SAP und Projektleiter HANA-Migration GIA Informatik AG.

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    «Die Migration dauerte inklusive Planung lediglich sechs Wochen über mehrere mehrstufige Systemlandschaften. Wir schafften es, die technische Downtime der produktiven Kette auf 16 Stunden zu minimieren, sodass die Geschäftstätigkeit von Sekisui Alveo nicht tangiert wurde.»

    Roger Lussi, Service Manager SAP und Projektleiter HANA-Migration GIA Informatik AG

     


    «Wir schafften es, die technische Downtime auf 16 Stunden zu minimieren, sodass die Geschäftstätigkeit von Sekisui Alveo nicht tangiert wurde.» Hansjörg Noser, Account Manager GIA Informatik AG, fügt ergänzend hinzu: «Zum Projektabschluss zeigten wir auf, in welchen applikatorischen Bereichen Performance-Gewinne und Optimierungspotenzial bestehen.»

    Hansjörg Noser

    «Wir zeigten Sekisui Alveo auf, wo sie durch technische Migration von HANA im applikatorischen Umfeld einen Performance-Gewinn macht.»

    Hansjörg Noser, Account Manager GIA Informatik AG 


    Gab es Schwierigkeiten?
    Die SAP Technology Consultants von GIA bekundeten keine Probleme, die HANA-Migration durchzuführen, da sie darin bereits über viel Routine verfügen. «Durch viele Abklärungen und Tests meisterte GIA sämtliche Schritte vorbildlich», betont Beat Schwegler. «Im Vorfeld führten wir einen Kompatibilitätscheck durch, ob die Daten mit der HANA-Datenbank funktionieren. Nach dem Go Live passten wir gemeinsam alte Statements und Programmierungen an.»

    Das bringt die HANA-Migration
    «Gewisse Reports und Transaktionen dauerten früher ein paar Minuten – mit HANA laufen sie bis zu zehn Mal schneller», resümiert Beat Schwegler. Beispielsweise die Stockliste, die zeigt, welches Material an Lager ist, der tägliche Datenload ins SAP-Business-Warehouse-System und die tägliche Aufbereitung von Umsatzzahlen für die Konzernzentrale in Japan. Die hohe Geschwindigkeit ist auch eine Voraussetzung für die Fiori-Apps, ein moderneres, intuitiveres User Interface und somit für die Konversion auf SAP S/4HANA.

    Checkliste für an HANA und SAP S/4HANA interessierte Unternehmen
    Welche Tipps können die Protagonisten anderen Unternehmen geben, die sich für eine Migration auf HANA und die Konversion auf SAP S/4HANA interessieren?

    • Gehen Sie schrittweise vor.
    • Holen Sie sich einen guten Partner ins Boot, der erfahren ist, Hinweise gibt und weiss, worauf es ankommt und hinausläuft.
    • Sichern Sie sich die Migration durch ein starkes Projektmanagement: Erstellen Sie einen Plan, halten Sie sich an die Deadlines und kalkulieren Sie genug Zeit zum Testen ein.
    • Stellen Sie frühzeitig Überlegungen zur Hardware, zu Desaster Recovery und Business Continuity an. Die neue Software funktioniert anders als die herkömmliche Datenbank.
    • Warten Sie mit der Konversion auf SAP S/4HANA nicht bis 2025. Dann wird diese nämlich immer aufwendiger, insbesondere applikationsseitig.
    • Achten Sie auf einen konsistenten Prozess und führen Sie regelmässige Tests durch.
    • Analysieren Sie Ihr derzeitiges SAP-System und führen Sie einen Readiness-Check durch. Daraus ergibt sich die Roadmap zu SAP S/4HANA.

    Wie geht es weiter?
    Zwischen den Projektpartnern besteht ein definiertes, neues Service-Level-Agreement. GIA hat den gesamten HANA-Betrieb übernommen und betreibt ihn remotemässig. «Damit wir die Geschwindigkeit weiter erhöhen können, nehmen wir fortlaufend Optimierungen von anderen Reports vor», erläutert Beat Schwegler. Im Herbst/Winter 2018/19 kümmert sich Sekisui Alveo auch um die Fiori-Apps und die Benutzeroberfläche; in rund drei Jahren soll dann der geplante Ausbau auf SAP S/4HANA erfolgen. 

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    Mit Sekisui-Werken in Australien, China, Europa, Japan, Südkorea, Thailand und den USA profitieren Kunden von Sekisui Alveo direkt von der globalen Kompetenz der Sekisui-Gruppe.

    Die Produktentwicklung ist aufgrund der umfangreichen Kapazitäten für Werkstoffprüfungen und -anwendungen eine der anerkannten Stärken von Sekisui Alveo.

     

    Faktenbox SAP-HANA-Migration Sekisui Alveo AG/GIA Informatik AG

    Ziele: 

    • Hauptziel: minimale Downtime.
    • Projekt in Qualität, Zeit und Budget erfolgreich abwickeln. 
    • Alle Dienste funktionieren zuverlässig. 
    • Sekisui Alveo kann sich auf die Planung verlassen. 
    • Die HANA-Datenbank soll zuverlässig weiterlaufen, da die Produktion 24 Stunden pro Tag aufs System zugreifen können muss.

    Meilensteine:

    Erstkontakt: September 2015
    Upgrade Projekt und Systemvorbereitung: 2016
    Angebotsphase: Dezember 2017
    April 2018: Letzte Version des Angebots und Vertragsunterzeichnung
    Projekt-Kick-off mit Planung: 17. April 2017
    Start Phase 1 der Umsetzung: 7. Mai 2018
    Umsetzungsteil in vier Phasen: Aufbau und Migration der Systeme, Funktionale Tests auf der Applikationsseite, Produktion, Aufbau: Mai bis Juni 2018
    Go Live: 17. Juni 2018

    Personalaufwand:

    • Sekisui Alveo: 1 Koordinator, 1 System Engineer, 2 bis 3 Verantwortliche für SAP-Module
    • GIA: 1 Projektleiter, 2 SAP Technology Consultants für die Umsetzung

    Hardware/Software:

    • Diesen Bereich verantwortete Sekisui Alveo alleine: VMware auf SUSE Linux (vorgegeben durch HANA-Datenbank)

    Erreichte Ziele:

    • Reibungsloser Ablauf der einzelnen Projektphasen
    • Verbesserte Performance
    • Keine Zunahme der Komplexität
    • Gute und offene Kommunikation innerhalb des Projektteams
    • Hohe Zufriedenheit bei Sekisui Alveo
    • Alle gesetzten Ziele sind erreicht

      

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