HTC Vive unterstützt Rettungsausbildung

26. September 2017
Das DRK auf der RETTmobil 2017: Notfallsanitäterausbildung und Virtual Reality. Das DRK auf der RETTmobil 2017: Notfallsanitäterausbildung und Virtual Reality. Bild: zVg

    Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und HTC Vive intensivieren ihre Kooperation zur Verbesserung der Ausbildung von Notfallsanitätern durch den Einsatz der HTC Vive-Plattform für virtuelle Realität (VR).

    Die HTC Vive wird von jetzt an durch das realistische Simulieren von Einsatzsituationen in der detailgetreu nachgebildeten Umgebung eines Rettungswagens die Ausbildung einfacher und praxisorientierter gestalten und damit Ernstfallsituationen nachstellen helfen. In Zukunft werden in Zusammenarbeit mit Dr. Klaus Stöttner und seiner Pool3, einem auf 3D-Visualisierung spezialisierten Unternehmen, ständig neue Simulationen entwickelt werden. Aktuell sind zwei HTC Vive für die mobile Ausbildung im Rettungsdienst im Einsatz.

    Die Kooperation von DRK und HTC Vive startete im März 2017. Auf der RETTmobil2017 in Fulda (16.- 18.5.2017) wurde ein auf einer HTC Vive virtuell nachgebildeter Rettungswagen am Stand des Generalsekretariates des Deutschen Roten Kreuzes präsentiert. Die Besucher konnten sich dank der detailgetreuen Virtual-Reality-Simulation mit der HTC Vive in die Situation eines Retters im Ernstfall versetzen und einen Einsatz virtuell durchspielen.

    „Wirklich alle, die die HTC Vive-basierte Simulation ausprobiert haben, bestätigten uns das immense Potenzial für die digital unterstützte Ausbildung der Notfallsanitäter“, erklärt Philipp Köhler, Pressesprecher des DRK-Rettungsdienstes Rheinhessen-Nahe. „Durch den Einsatz von Virtual-Reality-Technologien können jetzt Standardprozesse in der Theorie und dennoch praxisnah vermittelt werden, die wir vorher nur trainieren konnten, wenn wir einen entsprechenden Einsatz hatten. Auszubildende können nun mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen durch den Lernprozess geführt werden“, beschreibt Köhler die durch den Einsatz der HTC Vive verbesserte Ausbildung und fügt hinzu, das DRK sei sehr begeistert über den Fortschritt: „Die Simulation mit der HTC Vive wirkt absolut real. Man hat bei den 360°-Inhalten den Eindruck, dass man mitten im Geschehen ist.“

    Virtuelle Ernstfall-Simulation für optimales Training
    Gemeinsam mit der Pool3 wurde ein Rettungswagen in VR-Technologie nachgebildet. Alle Ausrüstungsgegenstände finden sich am vorgesehenen Ort. Im originalgetreu nachgestalteten Wagen können alle wichtigen Szenarien wie das Legen einer Infusion erlernt werden. Jetzt kann der Lernende praxisnah genau so arbeiten wie in einem wirklichen Einsatzfahrzeug.

    Nächstes Projekt ist ein 3D-Modell eines Patienten. An dessen Entwicklung wird bereits gearbeitet. „Als ein Beispiel für eine optimale Simulation des Ernstfalls mit der HTC Vive kann man hier die Medikamentengabe direkt in den Knochen nennen. Auch Abläufe der Behandlung sollen mit der HTC Vive trainiert werden und gehen im Anschluss in der Praxis geübter und routinierter von der Hand“, berichtet Philipp Köhler vom DRK.

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