Vectoring: Der Booster fürs Kupferkabel

Vectoring: Der Booster fürs Kupferkabel Foto: R&M

    R&M, der weltweit tätige Schweizer Entwickler und Anbieter von Verkabelungssystemen für hochwertige Netzwerkinfrastrukturen, beobachtet eine steigende Nachfrage nach klassischer Kupfer-Technik für schnellere Internetleitungen.

    In Ländern, die über eine grossflächige Kupfer-Infrastruktur verfügen, wie z.B. Australien oder Indien, lässt sich die Breitbandversorgung damit schneller ausbauen als mit neuen Glasfaseranschlüssen für jeden einzelnen Haushalt. Bei Grossprojekten nutzen die Betreiber jetzt häufiger die vorhandene Kupferverkabelung auf der Letzten Meile für die Anwendung der VDSL Vectoring- und demnächst auf der G.fast-Technologie. Diese Lösungen unterstützt R&M mit dem Verteilersystem VS Compact, das ursprünglich für Telefonnetze entwickelt wurde und in der heutigen Version auch für den Ausbau der Breitbandversorgung eingesetzt wird. Ein australischer Grosskunde hat seit 2014 beispielsweise rund 1,2 Millionen VS Compact-Anschlussleisten in etwa 14‘000 Strassenkabinen und anderen Verteilerstandorten verbaut. „Mit dem bewährten R&M-Produkt VS Compact lässt sich die Vectoring-Technologie schnell, flexibel und platzsparend umsetzen. Eine pragmatische Lösung für die Letzte Meile und die steigende Nachfrage“, sagt Dipl.-Ing. Stefan Ries, Leiter Global Key Account Management R&M.

    VDSL Vectoring und G.fast sind Hybrid-Technologien, die Kupfer-Doppeladern des Telefonnetzes für das schnellere Internet nutzen. Mit VDSL Vectoring können auf sämtlichen Adern eines Kabelstrangs bis zu 100 Mbit/s übertragen werden, mit G.fast sogar 500 Mbit/s bis 1 Gbit/s. Für Internetnutzer ist das eine erhebliche Verbesserung gegenüber bisher angebotenen DSL-Leitungen. Die Reichweite von VDSL Vectoring beträgt bis zu 500 Meter, diejenige von G.fast bis 250 Meter. Das bedeutet, dass Netzbetreiber neue Glasfaserkabel nur bis zu einem vorhandenen Verteilerpunkt in einem Ort, Quartier oder auf einem Campus verlegen müssen. Meist sind diese Knoten in Kabinen am Strassenrand untergebracht. Bei einer Umrüstung der Kabinen müssen leistungsfähige optisch-elektrische Konverter (DSLAM) zwischen dem ankommenden Glasfaserkabel und dem vorhandenen Kupfernetz installiert werden, um allen Teilnehmern ein gleichwertiges Internetsignal anbieten zu können.

    Nach dem Einbau der Konverter müssen die vielen Kupferadern im Verteiler neu aufgeschaltet werden. Dazu dient VS Compact von R&M. Das universelle Anschlusssystem verteilt das Signal auf die Adern und dient auch zur Administration der Teilnehmeranschlüsse. Die VS Compact-Anschlussleisten lassen sich mit wenigen Handgriffen in Verteilergestelle montieren.

    Auch Netzbetreiber in Europa setzen auf VS Compact, um Breitbandangebote mittels VDSL Vectoring möglichst schnell und kostengünstig auf den Markt bringen zu können. Ein führender Schweizer Netzbetreiber testet derzeit G.fast. Der Provider will die Technologie 2017 auf den Markt bringen.

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