Cybercrime-Prävention für Jugendliche

09. November 2018
Gemeinsame Cybercrime-Prävention von Stadtpolizei Zürich und Nomasis Gemeinsame Cybercrime-Prävention von Stadtpolizei Zürich und Nomasis Bild: Nomasis

    Die Prävention der Stadpolizei Zürich und Nomasis, Anbieter von Dienstleistungen für den sicheren Einsatz von Tablets und Smartphones in Unternehmen, haben am gestrigen Medienhalbtag „Digitale Medien“ der Kantonsschule Hottingen bei den Gymnasiasten der 1. Klassen das Bewusstsein zum Thema Cyberkriminalität geschärft.

    Beim gemeinsamen Referat mit dem Titel „Online kriminell – immer nur die anderen?“ lag der Fokus auf unerlaubten Handlungen, derer sich viele Kinder und Jugendliche oft nicht bewusst sind. „Die Straftaten von Jugendlichen im Cyberraum ist im Kanton Zürich im 2017 gegenüber
    den Vorjahr wieder markant gestiegen“, sagt Thomas Schlittler, Fachberater digitale Medien bei der Prävention der Stadtpolizei Zürich. „Dabei spielen insbesondere Pornografie und Gewaltdarstellungen eine zentrale Rolle.“ Bereits in der fünften bis sechsten Klasse der
    Primarschule würden pornografische Inhalte aus dem Internet in Klassen-Chats geteilt, sagt Schlittler. Viele Schüler seien sich dabei nicht bewusst, dass auch das Weiterleiten von problematischen Inhalten eine strafbare Handlung darstelle.

    Jonas Hofer, Mobile Security Engineer bei Nomasis, klärte seinerseits darüber auf, wie man sich durch einfache Massnahmen wie der Kontrolle von Berechtigungsfreigaben in Apps, regelmässige Updates oder Zweifaktorauthentifizierung schützen kann. Hofer zeigte aber auch, was die Folgen sein können bei fahrlässigem Umgang mit Smartphones.

    Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Nutzung von Film- und Musikportalen zwar in der Schweiz nicht strafbar ist, heruntergeladene Daten aber auf keinen Fall an Personen ausserhalb des engsten Freundeskreises und der Familie zugänglich gemacht werden dürfen. Auch für die Gefahr von Phishing, Smishing, Ransomware und anderen Betrügereien, denen Jugendliche im Web ausgesetzt sind, schärften Schlittler und Hofer das Bewusstsein.

    „Für Kinder und Jugendliche ist der Gebrauch von Smartphones und Computern zwar eine Selbstverständlichkeit. Auch dass man sich durch den Download von Apps aus illegalen Quellen strafbar macht, ist vielen bewusst. Dass man damit aber auch selbst Ziel eines Betrügers werden kann, etwa indem manipulierte Apps Kamera und Mikrofon ansteuern und so Opfer unbemerkt ausspionieren können, wissen die meisten nicht.“ Entsprechend erfreulich sei es, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Stadtpolizei Zürich und Nomasis am gestrigen Infotag wiederholt auf grosses Interesse bei den Jugendlichen gestossen seien. Die Workshops finden regelmässig an Gymnasien oder Berufsschulen in der Stadt Zürich statt und erfreuen sich seit drei Jahren grosser Beliebtheit.

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