Das Beispiel Fairphone: So geht digitale Nachhaltigkeit

10. Oktober 2017
Das Beispiel Fairphone: So geht digitale Nachhaltigkeit

    Ob nun als Meinungsmacher, Anbieterin, Entscheidungsträger, Tüftlerin, Hacker, Bürgerin oder User: Die digitale Transformation betrifft alle Lebensbereiche, ist unaufhaltsam und liefert radikal neue Herausforderungen. «DINAcon», die erste Konferenz zur digitalen Nachhaltigkeit, zeigt, wie diese Veränderung nachhaltig, offen und fair sein kann.

    Das vielseitige Programm der DINAcon bietet am Freitag, 20. Oktober 2017 in der Welle7 in Bern mehrfach den Beweis, dass Digitales mit Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen kann. Prominente Keynote-Referierende zeigen, wie dieser scheinbare Gegensatz innovativ zu überbrücken ist: Bibi Bleekemolen, Mitgründerin der holländischen Smartphone-Marke, stellt in der Schweiz exklusiv im Plenum der Dinacon das neue Kameramodul für das Fairphone vor. Ohne technisches Vorwissen können Fairphone-BesitzerInnen die alte Handykamera ganz einfach selber ersetzen. Mit dieser Modularität des Geräts wirkt Fairphone der Wegwerfkultur entgegen. Bleekemolen erklärt: „Unser Ziel ist die Lebensdauer der Elektronik zu verlängern, indem wir der Kundschaft Selbstbestimmung und Autonomie über das Smartphone zurückgeben. Das Design und Nutzererlebnis von Fairphone ermöglicht einen einzigartigen Blick in das Produkt hinein: in die Herstellung, die Materialien und in die Reparatur und Update-Möglichkeiten. Auf diese Art inspirieren wir die Kundschaft, aus technischer, wie psychologischer Sicht den Lebenszyklus des Telefons selbst zu steuern.“

    Von Nationalrat Balthasar Glättli hört das Publikum anschliessend weitere Ausführungen aus der politischen Perspektive: „Die digitale Transformation ist ein rasanter und tiefgreifender Prozess, auf den die Politik teilweise mit vorschneller Begeisterung oder Besorgnis reagiert. Vor diesem Hintergrund wird das Konzept der digitalen Nachhaltigkeit immer relevanter. Es bietet einen Handlungsrahmen und Ansätze, um den technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen auf langfristige und offene Art zu begegnen.“
    Glättli diskutiert darauf mit Clara Vuillemin, Head of IT Republik, dem Nationalrat Franz Grüter und der Nationalrätin Kathy Riklin über Zukunftsvisionen. Aktuelle Anwendungsbereiche stehen in den über 20 Sessions und der Preisverleihung der Dinacon Awards im Zentrum. Die Auszeichnung eines der 26 nominierten Projekte und Personen lässt die Tagung mit Pioniergeist abschliessen. Und wer gleich selber Hand anlegen möchte, kann an der anschliessenden Hacknight in die Tasten hauen.

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