Blockchains für mehr Sicherheit im Netz

26. November 2018
Dr. Petra Maria Asprion, Professorin am Institut für Informationstechnologie an der FHNW School of Business Dr. Petra Maria Asprion, Professorin am Institut für Informationstechnologie an der FHNW School of Business Bild: FHNW

    Jedes mit dem Internet verbundene IT-System kann gehackt werden. Die Blockchain-Technologie macht Supply-Chains sicherer – zumindest für die nächsten Jahre.

    Cyberkriminelle sind die neue Mafia. Spektakuläre Fälle von Erpressung ermöglicht durch die Infizierung von IT-Systemen mit Cyberviren wie WannaCry und Not Petya sowie diverse andere Cyberattacken haben in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt. Auch Transport- und Logistikunternehmen wurden Millionen schwere Schäden zugefügt. Der finanzielle Erfolg der Hacker treibt sie zu immer gewagteren Angriffen auf IT-Infrastrukturen und -daten an. Kein mit dem Internet verbundenes System, keine App und auch kein Smartphone ist mehr sicher. Zwar bieten Experten Beratung, wie man sich besser schützen kann, und Versicherungen Schadensdeckung an, doch werden auch diese Firmen jeden Tag zigmal gehackt.

    Daher wird für Unternehmen das Thema Resilienz immer wichtiger. Wie können sie nicht nur ihre Widerstandsfähigkeit gegen Cyberattacken erhöhen, sondern mit welchen Strategien und Praktiken können sie möglichst schnell ihr Tagesgeschäft wieder ohne Störungen betreiben. Dazu gehören Notfallpläne, aber auch Investitionen in neue Technologien.

    Einen besseren Schutz von Supply Chains verspricht beispielsweise die Blockchain-Technologie, erläuterte Dr. Petra Maria Asprion, Professorin am Institut für Informationstechnologie an der FHNW School of Business, anlässlich der 4. Ladies in Logistics Switzerland Lounge kürzlich im Technopark in Zürich. Die Dezentralisierung von Informationen macht es für Hacker zumindest in den nächsten Jahren so gut wie unmöglich, die Daten in Blockchains anzuzapfen oder zu manipulieren. Allerdings gibt es noch keine erprobten, fertigen Blockchain-Lösungen. Am Nachweis der Machbarkeit (proof of concept) und Kosteneffizienz dieser neuen Technologie wird gearbeitet, u.a. am Institut von Prof. Dr. Asprion. Über Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen sowie so genannte Smart Contracts streiten Politiker und Rechtsgelehrte.

    Blockchains versprechen aber nicht nur Hackerschutz. Sie sollen in Zukunft Konsumenten etwa vor Medikamentenfälschungen, Blutdiamanten oder unechten Uhren schützen, die Integrität von Informationen entlang der Lieferkette garantieren und zum Beispiel Finanzinstitute in der Lieferkette überflüssig machen.

    Der 4. Anlass der „Ladies in Logistics, Switzerland“ (LiLS) in diesem Jahr begeisterte mit einem fundierten Fachvortrag zum Thema "Blockchain in der Praxis – Chancen und Risiken im Kontext von Lieferketten (Supply Chains)" von Frau Dr. Petra Maria Asprion und regte lebhafte Diskussionen an. Er animierte die Teilnehmerinnen vor allem, sich zukünftig mehr mit diesem spannenden Thema zu befassen.

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