Schweizer Digitaltag: So geht Digitalisierung

Roboter werden vermehrt nicht nur in der Industrie sondern auch im Gesundheitswesen eingesetzt. Avatar Nao übernimmt zum Beispiel den Schulbesuch für Kinder, die wegen Krankheit länger ausfallen. Roboter werden vermehrt nicht nur in der Industrie sondern auch im Gesundheitswesen eingesetzt. Avatar Nao übernimmt zum Beispiel den Schulbesuch für Kinder, die wegen Krankheit länger ausfallen. Bild: Helsana

    Am 25. Oktober findet unter der Federführung von Digitalswitzerland der zweite Schweizer Digitaltag statt. Unter dem Motto «digital gemeinsam erleben» kann die Schweizer Bevölkerung mit vielfältigen Aktivitäten an über 12 Standorten in der ganzen Schweiz die Digitalisierung konkret erleben.

    Am 25. Oktober dreht sich in der Schweiz alles um die Digitalisierung. An über 12 Standorten werden verteilt über die ganze Schweiz unzählige Aktivitäten angeboten, um der Bevölkerung die Digitalisierung mit all ihren Facetten näher zu bringen. Dies geschieht ganz bewusst von Mensch zu Mensch. Dazu stehen schweizweit über 100 Expertinnen und Experten bereit. Neben den Hauptpartnern Google, Ringier, SBB, SRG und Swisscom zeigen rund 70 weitere Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Bildung auf, was Digitalisierung konkret bedeutet. Für Marc Walder, Gründer von Digitalswitzerland, ist der Aktionstag vor allem aus einem Grund wichtig: «Wir brauchen in der Schweiz eine offene, mündige Digitalisierungskultur, welche ein positives Umfeld schafft. Dazu soll der Digitaltag beitragen, indem er die Chancen aufzeigt, ohne die Herausforderungen zu verschweigen.»

    Dezentrales Standortkonzept als Abbild der innovativen digitalen Schweiz
    Der Digitaltag soll die Innovationskraft der Schweiz vielfältig, lokal und schweizweit aufgezeigen. KMUs und Startups bilden zusammen mit namhaften nationalen Unternehmen und Bildungsinstitutionen das Rückgrat der publikumsnahen digitalen Präsenz. Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, unterstützt diesen Kerngedanken als wichtige strategische Partnerin. Der dezentrale Ansatz zeigt sich auch darin, dass neben den offiziellen Hubs an den Bahnhöfen Zürich, Lugano und Genf an über einem Dutzend weiterer Standorte Aktivitäten stattfinden. So unter anderem in Chur (Alexanderplatz), Münchenstein BL (FH Nordwestschweiz), St. Gallen (Stadt und Olma), Sitten (Bahnhof), Vaduz (Städtle), Yverdon-les-Bains (Bahnhof), Bern (Stadt und Postparc), Lausanne (EPFL), Luzern (Forum Messe) sowie Zürich (ZHdK Toni-Areal, Uni und ETH).

    Wichtiger Dialog mit der Bevölkerung
    Für Birgit Pestalozzi, Gesamtprojektleiterin Digitaltag, steht der Austausch mit der Bevölkerung im Mittelpunkt des Aktionstages: “Wir fordern die Bevölkerung dazu auf, sich aktiv am Digitaltag zu beteiligen. Der Tag ist eine grossartige Gelegenheit für alle, um Wünsche und Ängsten zu teilen, aber auch offen zu sein und die Chancen zu erkennen.” Die Bevölkerung kann sich über verschiedene Kanäle aktiv einbringen: Sie kann bereits im Vorfeld Fragen stellen und gleich beantworten lassen: Das „Digitaldaybrain“ macht dies möglich (www.digitaldaybrain.ch). Über die Dialogplattform www.digitaltag.swiss/dialog können alle ein Videostatement zur Digitalisierung abgeben. Am Zürcher Hauptbahnhof wenden sich die Besucherinnen und Besucher im Daten Café mit ihren Anliegen und Fragen an Daten-Experten, eine Tasse Kaffee inklusive. Ebenfalls im Zürcher HB diskutiert das Publikum an vier „Stammtischen“ mit Experten über verschiedene Aspekte der Digitalisierung. Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse lädt in Luzern zum offenen Digitalisierungsdialog ein. Dass sich die Besucherinnen und Besucher angesichts der unzähligen Aktivitäten jederzeit zurechtfinden, dafür sorgt die interaktive App „Tribo“, auf der sich auch ein individuelles Tagesprogramm zusammenstellen lässt.

    Elf Stunden durchmoderierter Livestream in Zürich
    Der grösste Standort befindet sich im Hauptbahnhof Zürich. Dort wird von 9 Uhr bis 20 Uhr durchgehend ein reichhaltiges Bühnenprogramm geboten. Dieses umfasst unter anderem Auftritte von Schulklassen mit dem Lernroboter „Thymio“, die offizielle Ansprache von Bundespräsident Berset, eine Live-Fernseh-Sendung von SRF, Drohnenvorführungen, ein Live-Hack, eine Kunstperformance mit Beteiligten in Zürich und Hongkong, Live-Schaltungen an alle Digitaltag-Standorte, ein Auftritt der Schwiizergoofe, ein Konzert von Crimer und vieles mehr. Daneben werden auf der sogenannten Piazza prominente Gäste wie der Musiker Bligg oder Bundespräsident Alain Berset interviewt. An rund 35 Ständen in sieben Themenwelten gibt es ganztags für alle viel zu erleben und zu diskutieren. In Lugano werden am Bahnhof und auf der Piazza verschiedene Aktivitäten rund um das Thema Lifestyle angeboten. So kann dank einer virtuellen Boutique das Einkaufserlebnis der Zukunft ausprobiert werden und ein Fashion Mob wird die Stadt in Beschlag nehmen. In Genf steht im Bahnhof Cornavin der humanoide Roboter „Pepper“ im Mittelpunkt. Daneben werden diverse weitere Aktivitäten angeboten, welche die Digitalisierung erlebbar machen.

    Das gesamte Programm ist auf www.digitaltag.swiss abrufbar. Dort befindet sich auch der Link auf die Youtube-Kanäle, auf denen das ganze Bühnenprogramm sowie die Aktivitäten auf der Piazza aus dem Zürcher HB als Livestream übertragen werden.

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