S/4Hana in der Schweiz auf dem Vormarsch

16. Oktober 2018
DSAG-Vorstandsvorsitzender Marco Lenck DSAG-Vorstandsvorsitzender Marco Lenck Bild: DSAG

    Über ein Drittel der Mitglieder der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG), schätzen sich bei der digitalen Transformation weit bis sehr weit ein (2017: +3 Prozentpunkte). Das hat eine Online-Befragung im Sommer ergeben. Wichtigstes Thema ist der Aufbau digitaler Skills von Mitarbeitern, gefolgt von künstlicher Intelligenz und Vorhaben rund um das Internet of Things.

    In der Schweiz steht das Internet of Things an erster Stelle, gefolgt von den digitalen Skills der Mitarbeiter und der künstlichen Intelligenz/Machine Learning. Wie die SAP-Anwender den Herausforderungen der Digitalisierung mit klassischen und neuen Ansätzen in Unternehmensnetzwerken begegnen und welche Anforderungen sie an SAP haben, wird auf dem 19. DSAG-Jahreskongress unter dem Motto „Business ohne Grenzen – Die Architektur der Zukunft“ drei Tage lang thematisiert. Erneut gibt es einen Teilnehmerrekord zu verzeichnen: rund 5'000 Besucher werden bei einem der weltweit wichtigsten Anwendertreffen im Congress Center Leipzig erwartet.

    Digitalisierte Geschäftsprozesse sind vor allem unternehmensübergreifend vernetzt und laufen in Echtzeit ab. Eine Grundvoraussetzung dafür sind einheitliche Datenmodelle. Herkömmliche heterogene Standardlösungen reichen daher nicht mehr aus. Daher soll die Architektur der Zukunft durch einfache und klar definierte Funktionen geprägt sein. „SAP ist hier gefordert, uns Lösungen anzubieten, die auf einheitlichen Datenmodellen mit weitreichenden Integrationsmöglichkeiten basieren. Nur so lassen sich End-to-End-Prozesse realisieren“, beschreibt der DSAG-Vorstandsvorsitzende Marco Lenck die Aufgabe und sicherlich auch Herausforderung der SAP.

    ERP-Systeme spielen in der Architektur der Zukunft eine wichtige Rolle. 79 Prozent der Befragten in der Schweiz (DACH 73 Prozent) sehen sie als relevant an, bilden ERP-Systeme doch auch weiterhin die Wertschöpfung innerhalb der Unternehmen ab. Diese wird jedoch hybrid. Schafft doch die Prozessintegration zwischen Unternehmen einen Mehrwert ausserhalb der ERP-Systeme.

    Grösseres Vertrauen in die Technologie
    Die Architektur der Zukunft ist und braucht aber noch mehr. Durch eine intelligente Nutzung wird die Cloud zum Innovationstreiber und ermöglicht durch permanent aktualisierte Technologien die Differenzierung vom Wettbewerb. Speziell Marketing- und Vertriebsprozesse werden dabei von DSAG-Mitgliedern heute schon ausgelagert. 48 Prozent der Befragten in DACH nutzen diese aus der Cloud. In der Schweiz liegt diese Quote sogar bei 66 Prozent. „Der deutlich höhere Anteil an Cloud-Lösungen für die kunden- und marktorientierten Prozesse in der Schweiz lässt sich auf das grössere Vertrauen der Schweizer Unternehmen in diese Technologie erklären“, kommentiert Christian Zumbach, DSAG-Vorstand für die Schweiz das Ergebnis.

    Das spiegelt sich auch bei der Verlagerung von internen Geschäftsprozessen wie Instandhaltung, Beschaffung etc. in die Cloud wider. 31 Prozent der Schweizer Firmen hat diesen Schritt umgesetzt, in DACH sind es nur 22 Prozent. Bei übergreifenden Prozessen wie z. B. der Compliance ist die Schweizer Quote fast doppelt so hoch (38 Prozent) wie in DACH (22 Prozent).

    Offen gestaltete SAP-Plattformen
    Zu den fundamentalen Bestandteilen der Architektur der Zukunft zählen ausserdem vielfältige Plattformen, um übergreifende Geschäftsprozesse zu realisieren. Die Verteilung der digitalen Prozesse macht eine plattformübergreifende Vernetzung notwendig. Neu ist, dass diese Servicenetzwerke nicht mit einem Anbieter realisiert werden. Für SAP bedeutet das, möglicherweise nicht mehr der einzige Player zu sein. Daraus folgt, SAP-Plattformen müssen offen sein, um sich mit anderen Plattformen einfach integrieren zu lassen. „Digitale Prozesse brauchen unabhängige, interoperable Standards“, erläutert Marco Lenck. „Konvertierungsprozesse und aufwändige Schnittstellen wirken sich auf die Geschwindigkeit und damit den Erfolg von Digitalisierungsvorhaben der Unternehmen aus“.

    Die Realität unter den DSAG-Mitgliedern sieht, was Plattformen betrifft so aus: 55 Prozent der Schweizer Unternehmen bescheinigen der SAP Cloud Platform eine sehr hohe/hohe Relevanz für die Digitalisierung, der identische Wert zu DACH. Es folgen Microsoft Azure mit 45 Prozent (DACH 50 Prozent) und Amazon Web Services mit 28 Prozent (DACH 31 Prozent). Google liegt mit 17 Prozent (DACH 15 Prozent) etwas abgeschlagen.

    S/4Hana relevanter als die Business Suite
    Bezüglich der Relevanz von S/4Hana für die digitale Transformation ergibt sich ebenfalls ein klares Bild. Eine sehr hohe und hohe Relevanz bescheinigen 79 Prozent der Schweizer Unternehmen der Lösung. Ein nahezu identisches Ergebnis wie in DACH (78 Prozent). Demgegenüber hat die Business Suite aber nur noch für 34 Prozent der Schweizer Unternehmen eine hohe bzw. sehr hohe Relevanz. Ein Wert, der fast um die Hälfte niedriger ausfällt als in DACH (56 Prozent). Ebenso deutlich ist das Ergebnis, wenn es darum geht, die Business Suite bis 2025 komplett abzulösen. Dieses Ziel haben 62 Prozent der Schweizer Firmen. In DACH sind es nur 41 Prozent. „Für mich zeigen diese Werte, dass die Weichen in der Schweiz ganz klar in Richtung Transformation gestellt sind“, so Christian Zumbach.

    Daraus folgt, Unternehmen wollen und müssen sich vermehrt der komplexen Aufgabe stellen und ihre Architektur der Zukunft aufbauen. Sie benötigen aber verschiedenster Hilfestellungen von SAP. Diese fordert die DSAG auf dem Jahreskongress 2018 ein.

    DSAG-Jahreskongress 2018
    Rund 5'000 Besucher nehmen an der dreitägigen Veranstaltung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) im Congress Center Leipzig teil. Acht Keynotes, über 300 Vorträge und 175 Partner auf einer Ausstellungsfläche von ca. 16‘000 Quadratmetern bilden den Rahmen für das grösste und wichtigste Anwendertreffen in Europa.

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