Konsortium für autonomes Fahren gegründet

14. August 2017
Ericsson, Toyota und Intel gründen Konsortium fürs vernetzte Auto. Ericsson, Toyota und Intel gründen Konsortium fürs vernetzte Auto. Bild: Ericsson

    Die Unternehmen Denso, Ericsson, Intel, NTT Docomo und Japans grösster Automobilhersteller Toyota haben gemeinsam das Automotive Edge Computing Consortium gegründet. Ziel dieses Konsortiums ist es, ein System rund um das oft gehypte Thema Big Data zu etablieren, um die Mobilität der Zukunft weiter voranzutreiben.

    Das Automotive Edge Computing Consortium konzentriert sich zunächst auf eine optimierte Netzgestaltung mit erhöhten Netzkapazitäten durch Edge-Computing. Auf diese Weise sollen grosse Datenmengen effizient zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen werden. Weitere Ziele sind die Definition von Anforderungen und die Entwicklung von Anwendungsbeispielen für den Einsatz von mobilen Endgeräten im Fahrzeug. Darüber hinaus fördert das Konsortium auch die Entwicklung von Best Practices für den Ansatz „Distributed / Layered Computing“, bei dem unter anderem die Rechenleistung dezentralisiert wird.

    Das Datenvolumen, das zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen wird, steigt Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2025 auf zehn Exabytes pro Monat an. Das sind etwa 10.000 Mal mehr als heute. Dieser Trend erfordert neue Architekturen für die Netz- und Recheninfrastruktur. Sie müssen verteilte Ressourcen und Speicherkapazitäten unterstützen und mit bestehenden lokalen und internationalen Standards kompatibel sein. Dafür ist die Zusammenarbeit von Industriepartnern eine wichtige Grundlage.

    Über 5G-ConnectedMobility
    Bereits Ende 2016 initiierte Ericsson das Projekt 5G-ConnectedMobility. Auf dem „Digitalen Testfeld Autobahn“ betreiben Ericsson und die Projektpartner eine dedizierte Netzinfrastruktur in realer Anwendungsumgebung, um insbesondere Tests in den Bereichen Fahrzeug-zu-Fahrzeug, Fahrzeug-zu-Infrastruktur und Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur mit 5G-Technologie durchzuführen. Die Teststrecke umfasst einen rund 30 Kilometer langen Bereich der Bundesautobahn A9 sowie der Bahnschnellfahrstrecke zwischen den Anschlussstellen Nürnberg-Feucht und Greding in Bayern. Weitere Mitglieder des 5G-ConnectedMobility-Konsortiums sind die BMW Group, die Deutsche Bahn, die Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone, das 5G Lab Germany an der TU Dresden sowie die Bundesanstalt für Strassenwesen (BASt) und die Bundesnetzagentur (BNetzA).

     

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