Sunrise nimmt die erste 5G-Antenne der Schweiz in Betrieb

Die neuste 5G-Technologie, rechteckiger Kasten Mitte links, an einer Antenne der Sunrise beim Standort Oerlikon. Die neuste 5G-Technologie, rechteckiger Kasten Mitte links, an einer Antenne der Sunrise beim Standort Oerlikon. Bild: PPR/Aladin Klieber

    Sunrise nimmt die erste 5G-Antenne der Schweiz in Betrieb, das Motto lautet "5G for People". Sunrise sieht das grösste 5G-Potenzial als erstes im Ausbau des Hochbreitband-Internets mit „Glasfaser durch die Luft“ insbesondere in ländlichen Gebieten.

    «Nur sechs Monate nach dem Weltrekord unter Testlaborbedingungen nehmen wir die erste 5G-Antenne real in Betrieb. Autonome Fahrzeuge, IoT und Vernetzung von Infrastruktur mit Geräten und Menschen, Echtzeitsteuerung von kritischen Produktionsabläufen usw. sind alles Anwendungen, die 5G künftig bieten wird. Bis diese Visionen jedoch Realität werden, sehen wir in '5G for People' das grösste Potenzial und konzentrieren uns ganz auf den naheliegenden Kundennutzen. Wir zeigen als 5G-Pionier, wie Geschäfts- und Privatkunden schon 2020 von Hochbreitband-Verbindungen mit bis zu 1 Gbit/s profitieren können, auch wenn kein Glasfaseranschluss vorhanden ist», freut sich Olaf Swantee, CEO von Sunrise über diesen Meilenstein.

    «Für die heutige Demonstration haben wir unser neuestes 3GPP-basiertes 5G New Radio Equipment und CPE zur Verfügung gestellt. Das macht es Sunrise möglich, einer unserer ersten Kunden in Europa zu sein, welcher der Öffentlichkeit das Potenzial von 5G in einer End-zu-End-Umgebung zeigen kann. Die Bereitschaft von Sunrise, 5G so früh wie möglich zu implementieren, zeigt ihren Innovationsgeist, und wir sind stolz darauf, auch in 5G ihr zuverlässiger Technologielieferant zu sein», sagt Wang Haitao, CEO Huawei Schweiz.

    „5G for People“
    Sunrise konzentriert sich in einer ersten Phase ab 2020 auf «5G for People» als grösstes Potential. 5G bietet die Möglichkeit, glasfaserähnliche Bandbreiten über Mobilfunk bereitzustellen. Dabei genügt ein 5G-WiFi-Hotspot und eine 5G-Mobilfunkversorgung. Wie einfach das geht, zeigte Sunrise anlässlich der Inbetriebnahme ihrer ersten 5G-Mobilfunkantenne.

    «5G for People» kommt insbesondere Geschäfts- und Privatkunden ausserhalb der Ballungszentren zu Gute. Hier gibt es meist keine Glasfaseranschlüsse, und beim Ausbau bestehender Mobilfunkanlagen mit 5G gibt es einen grösseren Spielraum (NIS-Reserve). In städtischen Gebieten, können aufgrund des zu strengen Schweizer Strahlenschutzes (NISV-Grenzwerte) über 90% der Anlagen nicht ausgebaut werden.

    Als ADSL-/VDSL-Ersatz könnten Privatkunden mit 5G von UHD TV, Surfen mit bis zu 1 Gbit/s, Online-Gaming, Augmented und Virtual Reality profitieren. Für Geschäftskunden stehen 5G basierte mobile Breitbandlösungen im Vordergrund, die sie als «Managed Services» statt aus der Steckdose neu über Mobilfunk massgeschneidert beziehen könnten.

    NIS-Beschränkungen verzögern 5G deutlich
    Dass höhere mobile Bandbreiten auch neue Anwendungen mit sich bringen, zeigt sich bereits mit der vor über fünf Jahren eingeführten 4G-Technologie. Das im Vergleich zum Ausland 10fach strengere Strahlenschutzregime, die rigiden administrativen und technischen Vollzugsbestimmungen sowie die langwierigen Bewilligungsverfahren für Mobilfunkanlagen dürften jedoch eine breite 5G-Einführung mit allen Leistungsmerkmalen bis ca. 2020 und darüber hinaus verzögern. Dies umso mehr, weil insbesondere in städtischen Gebieten die bestehenden Anlagen kaum mehr weiter ausgebaut werden können.

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