St. Gallen wird smart

Diese strahlungsarme Funktechnologie ermöglicht es, eine grosse Anzahl von Objekten drahtlos miteinander zu verbinden. Diese strahlungsarme Funktechnologie ermöglicht es, eine grosse Anzahl von Objekten drahtlos miteinander zu verbinden. Grafik: Stadt St. Gallen

    Die Sankt Galler Stadtwerke haben ein neuartiges Funknetz – das «Smartnet» – getestet. Dieses soll gemeinsam mit dem St.Galler Glasfasernetz die Voraussetzung für eine effiziente und ökologische Stadt – eine «Smart City» – schaffen. Aufgrund der positiven Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt wurde dem Stadtparlament nun eine Vorlage unterbreitet, damit St.Gallen zeitnah flächendeckend mit dieser Technologie ausgestattet werden kann. 

    Im Rahmen ihrer «Smart City»-Aktivitäten hat die Stadt St.Gallen in einem Pilotversuch unter dem Namen «Smartnet» das Glasfasernetz mit der LoRa (LongRange) Funktechnologie erweitert und getestet. Diese von der LoRa-Alliance (Semtech, IBM, Cisco) lancierte LPWAN-Technologie (Low Power Wide Area Network) arbeitet auf dem konzessionsfreien UKW-Band im 868 MHz-Bereich. Sie zeichnet sich durch eine grosse Reichweite, zuverlässige Kommunikation und gute Durchdringung im städtischen Umfeld aus. Weitere Vorteile sind die kostengünstige verfügbare Hardware, eine End-to-End Verschlüsselung und eine lange Batterielaufzeit der abgesetzten Funkeinheiten von bis zu zehn Jahren.

    Alle Ziele aus dem Pilotprojekt – Erfahrungen mit der neuen Technologie zu sammeln sowie den Nutzen konkreter Anwendungen für die Bevölkerung, Wirtschaft und städtische Verwaltung St.Gallens zu testen – sind erreicht worden. Die positiven Erkenntnisse daraus sind die grosse Reichweite, die zuverlässige Kommunikation mit guter Durchdringung in städtischem Gebiet, die kostengünstige Hardware, die hohe Datensicherheit durch die eingebaute Verschlüsselungstechnologie sowie das strahlungsarme Funknetz.

    Mit dieser Art der intelligenten Vernetzung, dem so genannten «Internet der Dinge», lassen sich beispielsweise einfach und zuverlässig die Belegung von Aussenparkplätzen erfassen, Füllstände in Unterflurbehältern abrufen, intelligente Energiezähler («Smart Meters») auslesen oder die öffentliche Beleuchtung steuern. Diese und weitere «Smartnet»-Anwendungen sind auch für andere städtische Stellen interessant. Aufgrund dieser Bedürfnisse und der positiven Erfahrungen mit der strahlungsarmen Technologie möchten die Sankt Galler Stadtwerke die Stadt flächendeckend mit dem «Smartnet» ausstatten. Deshalb wurde dem Stadtparlament Anfang Juli 2016 eine entsprechende Vorlage unterbreitet.

    Sofern das Stadtparlament die Vorlage beschliesst, könnten die Sankt Galler Stadtwerke den Vollausbau des «Smartnet» innert weniger Monate realisieren. Damit wäre St.Gallen schweizweit die erste Stadt, welche sich für den Bau eines eigenen, flächendeckenden Funknetzes für das «Internet der Dinge» entscheidet. Das «Smartnet» soll neben dem St.Galler Glasfasernetz als wichtige Komponente dazu beitragen, die Ziele des Energiekonzepts 2050 zu erreichen und die Weiterentwicklung St.Gallens zu einer «Smart City» zu unterstützen.

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